Spielzeug-Tests

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15.5. 2014 Spielzeug Urteil: Deutschland muss Grenzwerte ändern

Das EU-Gericht in Luxemburg hat entschieden, dass Deutschland seine Grenzwerte für bestimmte Schwermetalle in Kinderspielzeugen den weniger strengen EU-Bestimmungen angleichen muss. Das ist bitter, denn die deutschen Bestimmungen für die Obergrenzen für Arsen, Quecksilber und Antimon  sind strenger als die von der EU vorgegebenen Werte und schützen die Kinder besser.
Die giftigen Stoffe kommen in vielfältiger Form ins Kinderzimmer. Blei und Quecksilber sind in Batterien, Antimon ist in Spielzeugen aus Polyester enthalten. Hintergrund des Streits sind die unterschiedlichen Untersuchungsmethoden. in Deutschland gelten einheitliche Grenzwerte für einen schädlichen Stoff. Dabei ist es völlig gleichgültig, ob dieser in fester, flüssiger oder gasförmiger Form enthalten ist. Die EU-Richter sehen das anders. Für sie ist es entscheidend, ob die Giftstoffe in staubiger Form (etwa bei Kreide) oder bei flüssigen Stoffen (etwa bei Seifenblasen) vorkommen. Dabei sind sie sogar strenger als die deutschen Grenzwerte. Die deutschen Bestimmungen sind wesentlich strenger bei Abschabungen, wie sie etwa bei Holzklötzen, Plastikpuppen oder Metallschaukeln entstehen. Die Eu argumentiert, dass die Gefährdung aber dabei viel geringer sei, weil die Kinder erst von den Spielzeugen etwas abkratzen müssten, bevor die Giftstoffe freigesetzt würden.

 21.11.2013 Holzspielzeug - die Hälfte birgt Gefahren

Stiftung Warentest hat Holzspielzeug getestet und festgestellt, dass von 30 getesteten Holzspielsachen mehr als die Hälfte gefährliche Stoffe enthielten. Das ist sehr erstaunlich, denn gerade Holzspielzeug wird als besonders natürlich, robust und gesundheitlich unbedenklich angesehen.
Getestet wurden Greiflinge und Wagenschmuck für die Kleinsten, außerdem Bauklötze, Puzzle sowie Nachzieh- und Schiebetiere für Ein- bis Dreijährige. Es wurde viele unterschiedliche Mängel entdeckt; die schädlichen Stoffe sind in Lacken enthalten oder stecken in Nieten und Schnüren. Viele Spielzeuge zerbrechen auch leicht und kleine Teile können verschluckt werden. Den Spielzeugen sieht man nicht an, ob sie gefährliche Stoffe enthalten. Deshalb sind solche Tests sehr wichtig.

Schauen Sie sich das Ergebnis bei der Stiftung Warentest an: http://www.test.de/Holzspielzeug-Die-Haelfte-birgt-Gefahren-4633745-0/

"Kaufen Sie einen guten Ranzen.

Das sagt die Stiftung Warentest in Heft 3/2013.

Die Stiftung Warentest hat die aktuellen Schulranzenmodelle geprüft - und rät allen Verbrauchern: "Sicherheit kommt vor Design, besonders bei den schwächsten Verkehrsteilnehmern. Kaufen Sie deshalb einen guten Ranzen." Scout hat gleich drei davon: Sowohl der neue Scout Buddy Basic als auch der Scout Mega Basic und der Scout Nano Basic wurden mit dem test-Qualitätsurteil "Gut" ausgezeichnet!

 Mehr über den aktuellen Test erfahren Sie auf www.test.de 

Scout Buddy Basic:

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Highlights Scout Buddy Basic:

  • Gute optische Warnwirkung (2,0)
  • Gute Materialeigenschaften (2,0)
  • Gute Gebrauchseigenschaften (2,4)
  • Gesamtnote 2,3

Scout Mega Basic:

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Highlights Scout Mega Basic:

  • Gute optische Warnwirkung (2,2)
  • Gute Gebrauchseigenschaften (2,5)
  • Gesamtnote 2,4

Scout Nano Basic:

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Highlights Scout Nano Basic:

  • Gute optische Warnwirkung (1,8)
  • Gute Materialeigenschaften (2,3)
  • Gesamtnote 2,4

 

Die Schulranzen der Kollektion Style erfüllen nicht die sicherheitsrelevanten Vorgaben der DIN 58124 bez. Fluoreszenz und Retroreflektion.

22. Mai 2012 Rückrufaktion für Sophie la Girafe

Nachdem ÖKO-TEST im November 2011 in der beliebten Sophie la Girafe gefährliche nitrosierbare Amine oberhalb des in Deutschland gültigen Grenzwertes festgestellt hatte, hat der Hersteller endlich mit einem Rückruf begonnen. Davon sind neben Sophie la Girafe auch die anderen Produkte aus Naturkautschuk, wie der So’Pure Beißring, die große Sophie und Sophies Freunde Chan Pie und Gnon, betroffen.

 Die Firma hat eine Information an alle Händler geschickt, dass sämtliche Exemplare von Sophie la Girafe aus Chargen, die vor dem 20.12.2011 in Deutschland in Vertrieb gingen, kostenlos gegen neue ab März 2012 hergestellte Produkte ausgetauscht werden. Der Hersteller hat nach eigenen Angaben die Produktion inzwischen so umgestellt, dass die Einhaltung der deutschen Vorschriften zweifelsfrei sichergestellt ist. Die erste neue Charge ist im Dezember 2011 an den Handel ausgeliefert worden, im März 2012 eine zweite. Hier ist die offizielle Rücknahmeinformation des Herstellers.

 

18. Mai 2012 Verkehrsverbot für Sophie la Girafe

Der Streit um die Giraffe ist noch nicht zu Ende, denn in einer neueren Untersuchung hat das chemische Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) in Stuttgart festgestellt, dass die Giraffe die 18 fache Menge der zulässigen nitrosierbaren Amine enthielt und damit nicht verkehrsfähig ist.  Die zuständige Überwachungsbehörde in Berlin hat sogar Strafanzeige erstattet. Damit ist auch die Untersuchung des Öko-Test Magazins vom November 2011 bestätigt worden.
Da der Hersteller Vulli und sein Vertriebsunternehmen EFK  ab März 2012 eine Produktionsumstellung angekündigt hatten, fordert Öko-Test die Firma auf, sämtliche Giraffen vom Markt zu nehmen, die vor diesem Termin hergestellt wurden.

 

11. Mai 2012 Schadstoffe in Spielzeug: Deutschland verklagt EU

Schon seit einem Jahr weiß man, dass die Europäische Union ab 2013 die Grenzwerte für Schadstoffe in Spielzeugen senken will. Damit soll ein einheitlicher Standard in allen europäischen Ländern erreicht werden. Bisher ist es so, dass in Deutschland die zulässigen Grenzwerte für Arsen, Quecksilber und Blei niedriger sind als in anderen Ländern. Die Bundesländer und die Verbraucherschützer hatten nämlich seit Jahren darauf gedrungen, dass die Chemikalien-Grenzwerte gesenkt wurden.  Verschiedene Chemikalien werden als Weichmacher bei Farben oder Plastik eingesetzt, Arsen kann nicht nur Hautveränderungen hervorrufen, sondern gilt auch als krebserregend. Blei kann Störungen in der Hirnentwicklung hervorrufen. Es wurden wesentlich strengere Richtlinien für die Produktion, die Kontrollen und Warnhinweise gefordert, von denen ein Teil bereits im Juli 2011 in Kraft getreten ist.
Jetzt will natürlich Deutschland höhere Gesundheitsrisiken durch mehr Giftstoffe  mit einer Klage gegen die EU abwehren. Verbraucherministerin Ilse Aigner betonte, dass es keine Abstriche geben dürfe, wenn es um die Gesundheit von Kindern gehe. Gerade in Spielzeug, das aus vielen kleinen Teilen besteht, ist diese Gefahr gegeben. Nach der neuen europäischen Richtlinie werden die Schadstoff-Grenzwerte nämlich anders definiert. Bisher wurden sie danach bemessen, welche Stoffmenge in den Körper aufgenommen werden dürfe. In Zukunft soll als Definition gelten, welche Stoffmengen ein Spielzeug abgeben darf. Das kann bedeuten, dass die zulässigen Höchstmengen an Giftstoffen um ein Vielfaches höher liegen könnten als bisher.
Kleine Kinder lutschen oft am Spielzeug oder kauen darauf herum. Wenn dann giftige Farbstoffe oder Schwermetalle darin enthalten sind, die vom Speichel angelöst werden oder in den Magen gelangen, werden diese von der Magensäure zersetzt, sodass sie sich im Körper anreichern können und gesundheitliche Schäden verursachen. Deshalb ist es richtig, dass in Deutschland  die maximalen Grenzwerte festgelegt sind, die in den Körper aufgenommen werden dürfen. Diese Grenzwerte werden auf der Basis des täglichen Umgangs mit dem Spielzeug festgelegt und richten sich nach typischen Gebrauchssituationen. Fingerfarben werden zum Beispiel anders beurteilt als Straßenkreiden oder Eiermalfarben oder die Farben von Bauklötzen.

Deutschland will die Klage noch im Mai 2012 einreichen. Grund ist, dass Berlin bei der EU-Kommission vergeblich beantragt hatte, dass nationale Grenzwerte für Schadstoffe festgelegt werden sollten.

Unser Rat: Kaufen Sie Spielzeug mit allen Sinnen!

Als Eltern sollten Sie Spielzeug nicht nur ganz genau betrachten, sondern auch mal daran schnuppern. Im Schaufenster oder im Internet sieht der grüne Spielzeugdrache vielleicht toll aus, aber im Laden kann das Tier ganz unangenehm riechen. Das ist schon ein Hinweis dafür, dass etwas nicht in Ordnung ist. Wenn nämlich unsere Nase einen Geruch wahrnimmt, bedeutet das in der Chemie grundsätzlich, dass der Gegenstand ein bestimmtes Gas freisetzt. Aber nicht nur Augen und Nase sind beim Spielzeugkauf gefragt, sondern auch die Hände. Nehmen Sie das Spielzeug in die Hand, das Sie kaufen wollen. Drehen und wenden Sie es, ziehen sie an beweglichen Teilen, zupfen Sie an Plüschtieren und und prüfen Sie, ob sich nichts löst, das verschluckt werden kann oder ob irgendwo Farbe abbröckelt. Spielzeuge dürfen keine scharfen Kanten, spitze Ecken oder verschluckbare Teile enthalten. Kontrollieren Sie auch die Sicherheitsmerkmale: Das GS - Zeichen für geprüfte Sicherheit ist ein ganz wichtiges Zeichen, weil es von unabhängigen Testinstituten - wie etwa dem TÜV - verliehen wird.

Was Eltern wissen sollten:

Viele Spielzeuge aus Plastik werden mit dem Recyclingsymbol (geschlossenes Pfeildreieck) gekennzeichnet. Dabei achtet man oft nicht auf die Zahl im Innern des Dreiecks. Sie kennzeichnet nämlich die Kunststoffart. Wenn Sie eine 3 darin entdecken, sollten Sie das Produkt nicht kaufen, denn dann handelt es sich um PVC. Das wird als sehr bedenklich angesehen, wenn man darauf herumkaut. Die anderen Kunststoffe gelten als unbedenklich.Recycling-Symbol  Code
  1       PET
  2       PE-HD (HDPE)
  3       PVC
  4       PE-LD (LDPE)
  5       PP
  6       PS, EPS
                     7       O, andere Kunststoffe

Wenn Sie aus den Abkürzungen nicht schlau werden, sich aber schlau machen wollen, sehen Sie hier nach!

Daneben gibt es natürlich noch mehrere andere Prüfsiegel, wobei Sie immer darauf achten sollten, dass das entsprechende Prüfinstitut auch angegeben ist. Das CE- Zeichen der EU dagegen ist ziemlich unbedeutend, weil es der Hersteller anbringen kann und weil es gar nicht kontrolliert wird. Für manche Kennzeichnungen braucht man fast eine Brille oder man muss genau hinsehen, weil sie nur der Fachmann kennt. Plastik-Spielzeug sollte nämlich frei von Weichmachern sein, weil diese beim Knabbern, Lutschen oder Herumkauen gesundheitsgefährdend sind. Sie sind eigentlich bei solchen Spielzeugen verboten. Allerdings besteht keine Kennzeichnungspflicht und man sollte bei importierten Spielwaren doppelt vorsichtig sein, denn es werden immer wieder Billig-Spielzeuge entdeckt, die aus PVC gefertigt sind. Wenn Sie ein Recycling-Dreieck mit einer 3 in der Mitte finden, sollten Sie das Spielzeug für Kleinkinder nicht kaufen. leider kann es Ihnen beim Kauf von Holzspielzeug auch passieren, dass Schadstoffe enthalten sind. Viele Lacke und Farben enthalten Schadstoffe, sodass man besser zu gewachstem Holz als zu lackiertem Holz greifen sollte. Vollhölzer sind in jedem Fall besser als Pressspan oder Sperrholz oder geklebtes Holz.

Außer der Stiftung Warentest oder dem Öko-Test-Verbrauchermagazin untersuchen natürlich verschiedene Institute im Auftrag der einzelnen Bundesländer regelmäßig Spielzeug auf Schadstoffanteile. Immer wieder stellen sie fest, dass besonders asiatische Spielzeughersteller aus Kostengründen billige Rohstoffe für Farben und Kunststoffe verwenden, die manchmal dann auch giftig sind. Aus Kostengründen wird dann auch auf Analysen verzichtet. Diese Entdeckungen beweisen, dass die Kontrollen nicht scharf genug sind und die Strafen nicht hoch genug sind. Aus dieser Sicht sind strengere Richtlinien durchaus angebracht.

 

25. März 2012 Neuigkeiten von der kleinen Giraffe Sophie

Die Firma EFK, die in Deutschland die Firma Vulli vertreibt, hat uns neue Prüfergebnisse der Sophie la girafe geschickt, die wir hier veröffentlichen:

"Liebe Kunden,

Die neue Charge ist eingetroffen und die aktuellen von uns in Auftrag gegebenen Tests belegen, dass diese ausgelieferte Charge von Sophie la girafe unbestreitbar die strengen Grenzwerte für deutsche Sicherheitsstandards einhält. Vulli hat die größten Anstrengungen unternommen und sein Produktionsverfahren geändert, um die Einhaltung der deutschen Normen zweifelsfrei sicherzustellen. Wie Sie wissen, wurde Sophie la girafe seit jeher entsprechend der geltenden europäischen Richtlinien produziert, und jetzt können wir unseren Kunden mitteilen, dass die über uns ausgelieferten Sophies immer auch auf die Einhaltung der deutschen Bestimmungen getestet werden.

Damit Sie die Gewissheit haben, möchten wir Ihnen zu Ihrer Information die Testergebnisse von SGS Fresenius sowie Hansecontrol in der Anlage mitsenden. Die Chargennummer zum Abgleich Ihrer Lieferung finden Sie auf dem Produkt selbst, bei Sophie la girafe auf dem linken Vorderbein innen, sowie auf dem Geschenkkarton. Wir hoffen sehr, dass Sie auch Ihre Kunden wieder von Sophie la girafe überzeugen können.

Wir danken Ihnen nochmal für Ihre Unterstützung während der letzten Monate".

Die ausführlichen Testberichte können Sie hier nachlesen:

Prüfbericht Nitrosamine Sophie la girafe

Prüfbericht Aromate Sophie la girafe

Prüfbericht Sophie la girafe

Testbericht Sophie la girafe

20. Februar 2012 Diskussion um Sophie la girafe

Sie kennen sicher den Greifling Sophie la girafe, der aus Naturkautschuk hergestellt wird und zum Liebling aller Babys geworden ist. Zur Zeit ist die Diskussion um die kleine Kautschukgiraffe entflammt, da die Zeitschrift Stiftung Ökotest in seiner Novemberausgabe die Sophie la girafe als "nicht verkehrsfähig" tituliert hat.
Dazu Stiftung Ökotest: (zum Teil zitieren wir den Wortlaut von Stiftung Ökotest) "Die S
ophie La Girafe ist nicht verkehrsfähig".

Diesen Satz darf ÖKO-TEST wieder sagen, nachdem das Landgericht Berlin eine zuvor von ihm selbst erlassene einstweilige Verfügung wieder aufgehoben hat.

Die Zeitschrift ÖKO-TEST hatte in seiner November-Ausgabe über die Untersuchung der kleinen Kultgiraffe Sophie berichtet. Die kleine Giraffe wird seit Jahrzehnten gerne als Beißring oder Schnullerersatz verwendet, da sie aus dem gleichen Material (Naturkautschuk) hergestellt wird. Bei der Untersuchung wurde festgestellt, dass sich weit mehr nitrosierbare Amine herauslösen als in Deutschland gesetzlich zulässig. Das würde bedeuten, das die Giraffe Sophie gar nicht verkauft hätte werden dürfen. Nitrosierbare Amine sind deshalb besonders gefährlich, da sie sich in Nitrosamine umwandeln können, die als krebserregend gelten. Sogar die französische Verbraucherzeitschrift Que Choisir hatte in einem ähnlichen, zeitgleichen Test Werte weit über dem in Deutschland geltenden Grenzwert gefunden. Die Firma Vulli hatte im Prozess gegen die Zeitschrift Ökotest Untersuchungen vorgelegt, die belegen, dass Sophie nitrosierbare Amine enthält, die weit über dem deutschen Grenzwert liegen, in Frankreich aber erlaubt sind.

Bislang hatte die französische Firma Vulli diese Tests gegen Stiftung Ökotest angeführt. In der neuesten Pressemitteilung werden die Tests aber gar nicht mehr erwähnt. Jetzt beruft sich Vulli auf einen Test des TÜV, dessen Ergebnis ist, dass Sophie "keine gefährlichen Stoffe in zu hohem Maße" enthält.

"Vor Gericht waren die Messwerte allerdings ohnehin nicht das strittige Thema. So erklärte die Firma Vulli in einer ersten Reaktion auf unseren Test, man habe Sophie "zuletzt im Juli 2011 überprüfen lassen". Dabei seien um "0,5 mg/kg für nitrosierbare Substanzen" festgestellt worden. "Diese Ergebnisse decken sich auch mit den Testergebnissen von Öko-Test", so Vulli weiter. Öko-Test hat (…) 0,781 mg/kg nitrosierbare Substanzen gefunden."

Entscheidend vor Gericht war eher die Frage, welche Verordnung bei der Sophie la girafe anzuwenden ist, denn es gibt die deutsche Bedarfsgegenständeverordnung und die EU-Spielzeugrichtlinie.

Fällt die Giraffe Sophie unter die Bedarfsgegenständeverordnung, wäre die Zeitschrift Ökotest im Recht, denn diese Verordnung legt für lösbare nitrosierbare Amine einen Grenzwert von 0,1 Milligramm pro Kilogramm fest.

Der Anhang II Teil 3 der EU-Spielzeugrichtlinie dagegen erlaubt mit 1 Milligramm pro Kilogramm einen zehnmal so hohen Wert. Würde also diese Richtlinie angewendet, wäre die Firma Vulli im Recht.

Im Beschluss der Kommission 2011/510/EU vom 4. August 2011 hat die EU die Rechtlage dargelegt. In Punkt 22 schreibt sie, die deutsche Bedarfsgegenständeverordnung bleibe "bis zum 20. Juli 2013 in Kraft".

Mit Hinweis auf die Darstellung der Rechtslage durch die EU hat das Landgericht die einstweilige Verfügung gegen ÖKO-TEST aufgehoben.

Die Auslegung des Urteils durch die Firma Vulli finden Sie unter www.efkberlin.com/data/Presserklaerung_Vulli_2012-01-19.pdf.

Auch wenn die Grenzwerte der neuen EU-Spielzeugverordnung im Juli 2013 in Kraft treten, gelten sie eventuell in Deutschland gar nicht, denn die Bundesregierung hat ein Verfahren eingeleitet mit dem Ziel, dass auch über 2013 hinaus in Deutschland die strengeren Grenzwerte gelten – wegen der besonderen Gesundheitsgefahren durch nitrosierbare Amine und Nitrosamine.

Wer die kleine Giraffe Sophie schon gekauft hat, dem rät die Zeitschrift Ökotest, die Kultgiraffe ins Geschäft zurückzubringen.

Fakt ist also, dass zur Zeit in Deutschland strengere Richtlinien gelten als in anderen europäischen Ländern. Mitte 2013 sollen aber die gleichen Richtlinien in allen europäischen Ländern gelten.

Eine Rückrufaktion gibt es nicht!

1.11.2011 Pressemeldung von Vulli

Hier ein Auszug aus der Pressemeldung von der französischen Firma Vulli vom 1.11.2011:

“Das Magazin „Öko-Test“ behauptet in seiner November-Ausgabe und auf seiner Webseite, das seit 1961 von Vulli hergestellte und weltweit verkaufte Spielzeug „Sophie la girafe“ sei in Deutschland „nicht verkehrsfähig“ und „voller Giftstoffe“. Es setze in unzulässigem Maße N-nitrosierbare Stoffe frei, die im Körper krebserregende Nitrosamine bilden könnten. Zudem enthalte es Naphtalin. Diese Behauptungen von Öko-Test sind falsch. Öko-Test ist offenbar negativ voreingenommen gegenüber diesem französischen Spielzeug aus Naturkautschuk (aus dem Milchsaft des Hevea-Baumes). Naturkautschuk wird in der Medizin verwendet und für Sauger. Es handelt sich um ein Naturprodukt, das sicher und ohne Risiken ist. Auch das Produkt „Sophie la girafe“ ist uneingeschränkt verkehrsfähig. Weder ist es „voller Giftstoffe“ noch setzt es in unzulässigem Maße N-nitrosierbare Stoffe oder andere Substanzen frei…”

Über Sophie la girafe mal ganz allgemein

Die kleine Giraffe Sophie kommt aus Frankreich, wo sie seit 45 Jahren auf dem Markt ist.

Seit ein paar Jahren wird die kleine Giraffe auch in Deutschland immer mehr zum Kultobjekt, das jedes Baby einfach haben muss. In jeder Pekip-Gruppe wollen die Babys die kleine Sophie, denn dank ihres extra langen Giraffenhalses ist sie extrem gut zu greifen und passt in jede kleine Kinderhand. Sie ist aus dem gleichen Material wie Schnuller gefertigt, nämlich aus Naturkautschuk und die Flecken und  Augen werden mit Lebensmittelfarbe auf die Sophie la girafe gemalt. So soll gefahrloses Spielen gewährleistet werden. Drückt man die kleine Sophie, quietscht sie glücklich. Mit einer Größe von 18 cm hat sie genau die richtige Größe für Kinderhände, ohne schnell verloren zu gehen

Wir haben uns dazu entschlossen, die Sophie la girafe im Laden zu behalten. Sie können Sie sowohl in unserem Wiesenkinder-Online-Shop, als auch in unserem Laden in Essen-Werden kaufen! Alle Giraffen sind allerdings aus neuester Produktion.

Machen Sie sich selbst ein Bild!

 

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